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Welpenpreis verständlich erklärt

Gerne hätten Sie einen süßen Welpen; und nachdem Sie sich für eine Hunderasse entschieden haben, wälzen Sie die Kleinanzeigen im Tiermarkt oder im Internet.Schnell können sich Unmut und Enttäuschung breit machen angesichts der Horror-Preisvorstellungen der Züchter. Und Sie werden sich vielleicht fragen, wieso Sie viele hundert Euro für ein so genanntes reinrassiges Liebhabertier hinlegen sollen, wo Sie doch weder züchten noch ausstellen wollen und der Stammbaum letztendlich in der Schublade verstauben wird.
Schnell glauben Sie, dass sich Züchter an ihren Jungtieren eine goldene Nase verdienen. Sie denken sich: Schön, dass es da noch zahlreiche "Züchter" gibt, die ihre Tiere zu Niedrigpreisen unter die Leute bringen. Die kosten dann nur halb soviel!

Aber was steckt hinter den riesigen Preisunterschieden?


Eine artgerechte Haltung und Aufzucht hat ihren Preis. Deshalb muss bei "Billigangeboten" davon ausgegangen werden, dass diese Preise nur deshalb möglich sind, weil es sich bei den Tieren um eine Massenzucht handelt, die einzig der Vermehrung dienen und viel Erlös zum Ziel haben! Die Welpen stammen aus einer sehr schlechten Aufzucht und Haltung! Die Muttertiere werden viel zu früh und zu häufig eingedeckt bis sie geschwächt sind und ausgemergelt sterben.

Diese so genannten "Züchter" achten bei der Verpaarung der Elterntiere nicht auf deren Gesundheit, Erbkrankheiten, Qualität und Charakter. Außerdem kann von einer medizinischen Grundversorgung der Elterntiere und der Welpen auch nicht ausgegangen werden, da dies viel zu teuer wäre.Die Hunde leben meistens im Zwinger und stehen dazu noch knietief im eigenen Mist. Das Fell ist verunreinigt, klebt und stinkt. Meistens haben diese Hunde dann auch noch irgendwelche Krankheiten die auf diese Haltungsweise zurückzuführen sind, wie z.B. Ohrmilben, Unterleibsprobleme, Würmer oder einen Hautpilz. Flöhe sind auch nicht selten.

Seriöse Züchter sind einem Verein angeschlossen und unterliegen strenge Zuchtrichtlinien die eng am Tierschutzgesetz ausgerichtet sind. Diese Regeln stehen auch für die medizinische Versorgung der Welpen.

Ein seriöser Züchter hat u.a. folgende Kosten:

1.) Vereinsbeiträge und Ausstellungsbesuche

2.) HD-Röntgen, Augenuntersuchung, Impfungen etc.

3.) Feststellung der Zuchttauglichkeit der Hündin

4.) Vor dem Deckakt: Abstrich und Decktagbestimmung beim Tierarzt

5.) Fahrt,-und Aufenthaltskosten zum geeigneten Rüden der nicht selten 1000 km weit entfernt wohnt

6.) Deckgebühr an den Rüden

7.) Einige Tage nach dem Decken: Ulltraschall-Untersuchung

8.) Spezielles Futter für trächtige Hündinnen ( nicht im normalen Supermarkt/Futterhaus erhältlich )

9.) Mehrere tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen der trächtigen Hündin

10.) Wurfkiste, Rotlichtlampe, Welpenwaage, Tücher, Welpenmilch, Flaschen, Sauger, ect...

11.) Bei Problemen bei der Geburt: Kaiserschnitt, evtl. Klinikaufenthalt der Mutter und Welpen

12.) Hausbesuche des Tierarztes nach der Geburt und die Untersuchung jedes einzelnen Welpen

13.) Spezielles Welpen-Aufzuchtfutter ( nicht im Supermarkt/Futterhaus erhältlich )

14.) Beantragung der Ahnentafeln beim Verein

15.) Regelmäßiges Entwurmen der Welpen, sowie Impfen und Chippen beim Tierarzt

16.) Wurfkontrolle und Wurfabnahme durch den Zuchtwart

17.) Starterpaket für die Welpenkäufer ( Halsband, Leine, Futter usw.. )


Einen Wurf großzuziehen ist ähnlich einem 24 Stunden Job. Einer muss immer da sein.

Mehrmals am Tag werden die Welpen und die Wurfkiste sauber gemacht. Alle 2 Stunden werden sie gefüttert und man muss regelmäßig mit ihnen spielen, sie an alltägliche Geräusche gewöhnen ( Staubsauger, Haarfön, Türklingel, Fernseher, Geschirrgeklapper usw. ) um eine optimale Sozialisierung zu gewährleisten. So manche Nacht wird durchgemacht, da die Kleinen auch nachts gefüttert und sauber gehalten werden müssen.

Da unsere Welpen alle familiär im Haus aufwachsen und sie beim Heranwachsen zusehends mobiler werden, leiden nicht nur die Gardinen und Polstermöbel, sondern auch angeknabberte Tisch- und Stuhlbeine müssen erneuert werden. Ganz abgesehen von zerfetzten Tapeten und zerkratzten Türen etc.. Spätestens jetzt müsste jedem klar sein, dass der verantwortungsvolle und artgerechte Umgang mit den Tieren seinen Preis hat.

Jeder verantwortungsvolle Züchter wird Ihnen gerne das Muttertier zeigen und Ihnen auch zeigen wo die Welpen auf die Welt gekommen sind und wo/wie die Kleinen aufwachsen.

Also: achten Sie genau darauf bei welchem Züchter Sie Ihr neues Familienmitglied kaufen.

Denn: Nur wer billig "produziert" kann auch billig verkaufen. Den Preis zahlen in erster Linie die Tiere ( niedrige Lebenserwartung ), aber auch die neuen Besitzer, denn diese kommen in den wenigsten Fällen wirklich preisgünstig davon ( zahlreiche und kostspielige Tierarztbesuche. )